Schulprogramm

Schulprogramm

Hier findet man das Schulprogramm als PDF.

Inhaltsverzeichnis

  • Schulsituation allgemein
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung an der TMS
  • Der offene Ganztagsschulbereich

  

  • Schulsituation allgemein

 

Die Theodor-Mommsen-Schule ist ein Gymnasium mit einem offenen Ganztagsschulbereich der Kreisstadt Bad Oldesloe im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Die Schule verdankt ihren Namen dem Nobelpreisträger Theodor Mommsen, der vor allem als Historiker und Autor bekannt war.

 

An der TMS werden etwa zwischen 1100 und 1200 Schülerinnen und Schüler von ca. 90 Lehrkräften unterrichtet. Damit ist die TMS eines der größten Gymnasien Schleswig-Holsteins.

 

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  • ildung für Nachhaltige Entwicklung an der TMS

 

Schulspezifische Rahmenbedingungen mit BNE−Bezug: Lage, Umfeld, Schulgestaltung

 

Im westlichen Zentrum der Stadt gelegen ist unsere Schule sehr gut in das Verkehrsnetz der Stadt Bad Oldesloe und der umliegenden Städte und Dörfer integriert, so dass sie klimafreundlich zu erreichen ist. Dies ist nicht nur sehr gut zu Fuß über viele Gehwege und unterschiedlichste Radwege möglich, sondern auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Form von Stadt- und Regionalbussen sowie der Bahn. Zudem sind die von Schülerinnen und Schülern am häufigsten genutzten Straßen im Umfeld der Schule verkehrsberuhigt.

 

Auch das Schulgelände wurde nachhaltig gestaltet. So sind alle Schulgebäude über einen zentralen Schulhof miteinander verbunden, um das Schulleben zu zentralisieren und die Schulgemeinschaft zu fördern. Bei der Gestaltung wurde zudem Wert auf eine funktionale Durchmischung gelegt: Aktive Spielzonen (Kletternetz, Tischtennisplatten) wechseln sich mit Ruhezonen (Sitzecke am Schulgarten, Pavillon, Sitzplattform, weitere naturbelassene Sitzecken, Oberstufenpausenhalle) ab. Die Ruhezonen werden in Freistunden oder nach dem Unterricht auch häufig als Arbeitszonen genutzt. Eine Mischbegrünung aus Stauden, Hecken und Laubbäumen lockert das Bild des Schulhofs auf. Die Mensa, die im Zentrum dreier Schulen gelegen und über den Schulhof leicht zu erreichen ist, dient im Schulalltag zur Versorgung während der Pausen.

 

Innerhalb des Schulgebäudes achten wir nicht nur in den Klassenräumen, sondern auch im Lehrerzimmer und auf den Fluren auf eine vierteilige Mülltrennung (Restmüll, Bioabfall, Altpapier und Gelber Sack), um die Umwelt zu schonen und ein nachhaltiges Handeln vorzuleben.

 

Relevanz der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Leitbild unserer Schule

 

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung bildet einen zentralen Baustein unseres Leitbildes. In verschiedensten Fächern, von Geographie bis Französisch, in Arbeitsgemeinschaften sowie in fächer- und klassenübergreifenden Projekten wird aufbauend von der 5. Klasse bis zum Abiturjahrgang nachhaltiges Handeln in all seinen Facetten thematisiert. Dadurch sollen unsere Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, verantwortungsvolle Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen und das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.

 

Neben der thematischen Auseinandersetzung messen wir auch der Partizipation der Schülerinnen und Schüler einen besonderen Stellenwert bei. Im kleinsten Rahmen beginnt dies bereits in unseren festetablierten Klassenstunden, die wir in den Klassenstufen 5 bis 9 verbindlich etabliert haben. Hier wird mit den Schülerinnen und Schülern einerseits im Klassenrat partizipatives und demokratisches Handeln eingeübt, andererseits werden in unterschiedlichen pädagogischen Übungen die Selbst- und Sozialkompetenz trainiert. Um in einem größeren Rahmen die Partizipation der Schülerinnen und Schüler zu fördern, werden diese beispielsweise aktiv in die Planung des pädagogischen Netzwerkes der Schule und anderer klassenübergreifender Projekte involviert. Darüber hinaus engagiert sich die Schülervertretung in der Schulentwicklung wie beispielsweise für die Schulhofgestaltung.

 

Das Schulklima liegt uns an der TMS besonders am Herzen, aus diesem Grund entwickelten wir das pädagogische Netzwerk der Schule, welches das Schulklima immens beeinflusst, nicht nur in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern, sondern auch mit der Elternschaft. Eine kontinuierliche Evaluation sorgt dafür, dass wir das Konzept den gesellschaftlichen Veränderungen anpassen können. An der Evaluation und Weiterentwicklung wirken neben dem Lehrpersonal, der Schulsozialarbeit, den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern auch außerschulische Partner wie beispielsweise die Therapiehilfe Bad Oldesloe, die Kompetenzwerft Kiel, die Schulpsychologie Bad Oldesloe und die Präventionsabteilung des Kreises Stormarn mit.

 

  • Der offene Ganztagsschulbereich

 

Grundgedanke

 

An den anderen Schulen in Bad Oldesloe ist die Einführung der Ganztagsschule bereits abgeschlossen bzw. sehr weit fortgeschritten. Die Theodor-Mommsen-Schule kann und will sich diesem Trend nicht widersetzen, zumal wir feststellen, dass eine wachsende Zahl von alleinerziehenden Elternteilen ihre Kinder auf unsere Schule schicken und in immer mehr Familien beide Eltern einer Beschäftigung nachgehen.

 

Deshalb will die Theodor-Mommsen-Schule, in sozialer Verantwortung und um das Ganztagsangebot in Bad Oldesloe auch auf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums auszudehnen, interessierten Familien eine qualifizierte und sinnvolle Nachmittagsgestaltung für ihre Kinder anbieten. Sie will sich noch stärker als bisher für außerunterrichtliche Aktivitäten öffnen und so das Gemeinschaftsleben in der Schule fördern. Dabei entlassen wir keinesfalls die Familien aus ihrer erzieherischen Verantwortung gegenüber ihren Kindern und wollen den offenen Ganztagsbereich auch nicht als „Aufbewahrungshort“ verstanden wissen.

 

Ziele

 

Das pädagogische Konzept einer OGTS an der Theodor-Mommsen-Schule orientiert sich an

den folgenden Leitzielen:

 

  • die OGTS als Schulform für Bildung, Erziehung und Betreuung
  • individuelle Förderung und Eröffnung von Lernchancen (PISA, Lernpläne)
  • Veränderung von Unterricht und Lernkultur durch Lehrkräfte und Schüler
  • Gestaltung der Schule als Erfahrungsort zur Stärkung der Identifikation
  • Stärkung des sozialen Lernens durch jahrgangsübergreifende Gruppen
  • Partizipation (Schüler, Eltern, außerschulische Anbieter)
  • Öffnung der Schule durch die Kooperation mit außerschulischen Partnern
  • Entlastung von (berufstätigen) Eltern / Alleinerziehenden
  • Förderung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich
  • Förderung im sprachlichen Bereich
  • Stärkung der musisch-ästhetischen Erziehung
  • Erweiterung von Sport- und Spielangeboten
  • Lernzeiten mit Hausaufgabenbetreuung als Unterstützungsangebote
  • Angebote zur Hochbegabtenbetreuung
  • Angebote zur kreativen Freizeitgestaltung

 

Schulspezifische Rahmenbedingungen

 

Die Teilnahme an den Angeboten der Offenen Ganztagsschule ist für Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen freiwillig. Die Anmeldung erfolgt in der Regel für ein Schulhalbjahr. Dabei sind die Angebote im Bereich der Offenen Ganztagsschule in der Regel kostenfrei; Materialumlagen können allerdings erhoben werden. Die Kosten für die Mittagsverpflegung sind im Rahmen der Mittagsbetreuung nicht enthalten.

 

Inhaltliche Ausgestaltung

 

Förderangebote und Betreuung:

  • Hausaufgabenbetreuung
  • Fachliche Förderung
  • LRS-Förderung
  • Begabtenförderung
  • Mittagsbetreuung

 

Beispiele − Arbeitsgemeinschaften:

  • Jazzband Swinging Desaster
  • Internationale Beziehungen (UNO)
  • „Junior“-Organisation: Gründung eines Unternehmens
  • Mathematik-AG
  • Streicherhimmel-Ensemble
  • Bigband-Fieber
  • Orchester
  • Bühnenbilder erstellen
  • Fußball
  • Lauf-AG I und II
  • Volleyball I und II
  • Klettern
  • Schach
  • Rasperry Pi-AG
  • Stepptanz-AG

 

Räumliche Voraussetzungen

Für die Angebote der Offenen Ganztagsschule werden die Unterrichtsräume der TMS

und die Sporthallen genutzt. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen an Unterrichts- und Fachräumen sollten für das derzeitige Angebot ausreichen. Die Sporthallen werden aufgrund einer Bedarfsanalyse, die neben dem zu erteilenden Pflichtunterricht auch die Bedarfe und die Teilnehmerzahlen der Ganztagsangebote berücksichtigt, zugewiesen und genutzt.