TMS Theodor-Mommsen-Schule

Eine Woche an der Europäische Kunstakademie in Trier

 Hallo, ich bin Fenja und im Chemie-Profil der TMS. Im Juli 2025 wurde ich für das Nickeleit-Stipendium nominiert. Ich habe mich sehr über die Möglichkeit gefreut neue Erfahrungenaußerhalb des schulischen Alltags, zu sammeln.

Da ich mich für Malerei und den Beruf der Restauratorin interessiere, war mir schnell klar, dass ich mich für ein kreatives Projekt bewerben möchte, mit dem ich Einblicke in künstlerische Arbeitsbereiche erlangen kann. Ich habe mich deshalb über Kurse im Bereich Malerei informiert.

Mein Weg führte mich schließlich nach Trier an die Europäische Kunstakademie, wo ich einen einwöchigen Kurs besuchen würde. Außerdem bot Trier, mit seinen historischen Bauten und Museen eine ideale Möglichkeit, Kunst und Geschichte der Region zu erleben. Mit diesen Ideen bewarb ich mich schließlich auf das Stipendium und freute mich sehr tatsächlich ausgewählt zu werden.

In den Sommerferien stieg ich also in einen Zug nach Trier. Angekommen bin ich an einem Samstagabend, sodass ich noch einen Tag hatte, bevor der Kurs am Montag startete. Den Tag nutzte ich um mir die alten Römerbauten der Stadt anzusehen, darunter die Porta Nigra und die alten Thermen. Hier konnte ich vieles über den Restaurations- und Erhaltungsprozess lernen.

Am Montag startete der Kurs, der jeden Tag von 9 bis 17 Uhr stattfand. Er bestand aus kleineren Übungen, Gesprächen mit dem Dozenten und Künstler, Herrn Schroller und dem Arbeiten am eigenen Projekt. Ich konnte sehr viele neue Techniken kennenlernen und entwickelte ein kritisches Auge für meine Bilder, was mich auch in Zukunft unterstützen wird. Außerdem habe ich einiges aus Gesprächen mit anderen Teilnehmerinnen mitgenommen, die mir von ihren Erfahrungen in künstlerischen Berufsfeldern, wie Restauration und Kunstvermittlung berichteten.

Mein Hauptprojekt war ein Portrait meiner Labradorhündin Nelly. Ein Motiv, vor welchem ich bis jetzt eher Abstand gehalten habe, da die genaue Beobachtung und Umsetzung von Licht und Schatten sehr schwierig sind. Unter der Anleitung unseres Dozenten entwarf ich zuerst eine genaue Skizze und übertrug sie auf eine grundierte Leinwand. Die nächsten Schritte waren das vorsichtige Einfügen von Licht und Schatten. Erst am Schluss nahm ich weitere Farben hinzu. Diese langsamen und bedachten Arbeitsschritte, sowie das regelmäßige Betrachten von einer Distanz aus waren ganz neu für mich. Normalerweise finde ich für eine solch umfangreiche Arbeit keine Zeit in meinem Schulalltag.

An den Abenden nach dem Kurs fand außerdem eine Führung durch die Ausstellung der Akademie und ein Vortag eines anderen Dozenten statt. Am Freitag endete der Kurs und ich war sehr stolz auf mein Ergebnis. Den letzten Tag in Trier nutzte ich um das Landesmuseum und das Museum Simeonstift zu besuchen. In diesem hatte ich zuerst geplant einen bekannten Restaurator zu besuchen. Allerdings musste dieser Plan spontan abgesagt werden, da ich nicht in die Nähe der Chemikalien und giftigen Substanzen kommen sollte. Trotzdem boten diese Museen tolle Ausstellungen und neue Erkenntnisse.

Nach einer tollen Woche, spannender Erfahrungen und neuer Motivation für meinen Berufswunsch, ging es am Sonntag mit dem Zug zurück. Insgesamt bin ich sehr dankbar, dass es eine solche Chance für junge Leute gibt, ihre beruflichen Interessensfelder zu entdecken.