TMS Theodor-Mommsen-Schule

Sprach- & Kulturreise nach England

Wertvolle Kenntnisse Dank des Nickeleit – Stipendiums
Mein Name ist Eva, ich gehe in das Biologieprofil der zwölften Klasse und habe im letzten Schuljahr die Ehre erhalten mit unserem schuleigenen Stipendium ausgezeichnet zu werden.
Ich weiß schon seit einiger Zeit, dass ich mich in meiner Zukunft eher international orientieren möchte und Sprachen, egal ob Spanisch, Deutsch oder eben Englisch, gehörten schon immer zu meinen Lieblingsfächern. Als ich dann vor über einem Jahr mitgeteilt bekommen habe, dass man mich für das Nickeleit – Stipendium nominiert hat und ich mir ein Projekt meiner Wünsche aussuchen dürfe, war mir recht schnell klar, dass ich an einer Sprachreise teilnehmen möchte. Ich entschied mich also für eine zweiwöchige Reise nach Poole in England, welche Sprachunterricht, Gastfamilien und ein kulturelles Programm vereint.
Statt fand die Reise in den Sommerferien und die jeweils etwa 22-stündige An- und Abreise per Reisebus war zum Glück das einzig wirklich nervige in den gesamten zwei Wochen. Während dieser Fahrt haben sich aber bereits die ersten Freundschaften entwickelt und die Vorfreude wuchs.
Angekommen in Poole wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt und konnten erste Eindrücke der Stadt sammeln. Die Gastfamilien, wie auch die Lehrkräfte später, sprachen absichtlich sehr wenig bis kein Deutsch, weshalb wir natürlicherweise unser Englisch aufgebessert haben.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Unterricht los, welcher unter der Woche immer vormittags im Gemeindehaus Pooles stattfand. Zu Beginn absolvierten wir einen kleinen Einstufungstest und wurden daraufhin in drei Lerngruppen aufgeteilt, um möglichst jedem Niveau gerecht zu werden.
Der Unterricht war sehr anders als in der Schule, da er auf das Sprechen und Verstehen ausgerichtet ist und die Grammatik und das Schreiben von Aufsätzen erst an zweiter Stelle kommen. Wir haben vorrangig Auszüge aus Romanen gelesen und analysiert, Rollenspiele durchgeführt, diskutiert und Sprachmittlungsaufgaben gemacht. Durch eine Gruppengröße von zwölf Personen konnte auch auf jeden persönlich gut eingegangen werden. Am letzten Schultag war die Aufgabe, sich in Kleingruppen einen kurzen Sketch auszudenken und diesen vor dem Rest der Gruppe zu inszenieren, um zu zeigen, was man gelernt hat. Natürlich ist dabei der Spaß nicht zu kurz gekommen.
An den Nachmittagen gab es teilweise Gruppenaktivitäten, wie Stand-up-Paddling, Lasertag oder Beachvolleyball. An anderen Tagen hatten wir Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Besonders gefallen haben mir dabei die vielen Second-Hand-Läden und das „Dolphin Shopping Centre“. Ein traditionelles englisches Frühstück mit Baked Beans, (veganen) Würstchen, und „English Breakfast Tea“ und auch eine Teezeit mit Scones gehörten zum Programm.
Eine Situation, die mir im Gedächtnis geblieben ist, war ein Gespräch mit einer älteren Dame morgens an der Bushaltestelle, der wir über unsere Reise erzählt haben. Ich habe auch viel über die Stadt an sich gelernt, zum Beispiel, dass das erste Geschäft der bekannten Kosmetikfirma „Lush“ in Poole eröffnet wurde.
An einem Samstag sind wir per Bus nach Oxford gefahren, welches eine unglaublich schöne Stadt ist. Dort haben wir eine Stadtführung erhalten und in der darauffolgenden Freizeit den „Covered Market“ erkundet, welcher viele kleine Boutiquen und Lokale beherbergt und definitiv einen Besuch wert ist. Außerdem habe ich das „Ashmolean Museum“ besucht, ein historisches Kunstmuseum.
Als krönenden Abschluss haben wir die letzten beiden Tage vor der Abreise in London verbracht, inklusive einem Besuch des Musicals „Wicked“, was für mich definitiv ein Highlight unseres Aufenthalts war. Abgesehen von diesem Event und der kleinen Stadttour durften wir uns den Rest der Zeit frei gestalten. Ich habe, unter anderem, die Nationalgalerie, Trafalgar Square und Coal Drops Yard besucht. Von Greenwich aus ging es dann wieder nach Hause.
Zusammenfassend war diese Jugendsprachreise sehr bereichernd. Ich habe jeden Tag stundenlang Englisch mit Muttersprachlern gesprochen und in einem ungezwungenen Umfeld gezielt meine Fähigkeiten verbessert. Außerdem konnte ich zusammen mit anderen Jugendlichen einen Einblick in den Alltag der Menschen in England erhalten und zusätzlich berühmte Orte in echt kennenlernen. Ich kann nur jedem empfehlen, eine solche Gelegenheit zu nutzen, sollte sie sich ergeben.

Danke, dass ich diese Erfahrungen machen durfte!